Geplante Features: Acht neue Feldtypen — MEIDOK wird DIVI-konform
Acht neue Feldtypen, ein neuer Detailgrad: Mit dem fertigen Konzept v0.9 entwickelt sich MEIDOK zu einem deutlich stärkeren Werkzeug für die mobile Einsatzdokumentation.
Was bisher als Freitext erfasst werden musste — Verletzungslokalisationen, strukturierte Anamnesen, Schmerzverlauf, Verbrennungsflächen — wird ab dem nächsten Release zu sauber strukturierten Daten. Das Konzept ist fertig, mit unseren Beta-Testern abgestimmt und an aktuellen deutschen Leitlinien ausgerichtet. Die Implementierung startet jetzt.
Acht neue Bausteine — vom Freitext zur strukturierten Erfassung
Wir haben das aktuelle DIVI-Notfall-Einsatzprotokoll v6.0 systematisch analysiert und acht wiederkehrende Erfassungsmuster identifiziert, für die MEIDOK bisher keinen passenden Baustein hatte. Das Ergebnis ist ein erweiterter Werkzeugkasten für Tenant-Admins, der medizinisch saubere Dokumentation einfacher macht:
- Body Map — Verletzungen per Tap auf einer Körpersilhouette markieren
- GCS-Calculator — Glasgow Coma Scale mit Auto-Summe, inklusive Kinder-Variante
- Paired Assessment — Links/Rechts-Vergleich für Pupillen, Extremitätenkraft, Sensibilität, Atemgeräusch
- SAMPLER — strukturierte Notfallanamnese in 7 Sektionen
- OPQRST — strukturierte Schmerzanamnese in 6 Items
- NRS-Score — Schmerzstärke mit Verlaufs-Modus für Reassessments
- BE-FAST — standardisiertes Schlaganfall-Screening
- Verbrennungsflächen-Calculator — KOF-Berechnung mit Lund-Browder-Silhouette
Anamnese mit System: SAMPLER und OPQRST
Statt sieben verstreuter Freitextfelder bekommt ihr beim SAMPLER eine vollständige Anamnese mit klarer Datenstruktur — Multi-Select-Listen für Allergien, Medikamente, Vorerkrankungen und Risikofaktoren, plus die Quelle der Anamnese am Kopf des Feldes. Wichtig bei Fremdanamnese durch Angehörige oder Pflege. Der OPQRST ergänzt das bei Schmerzpatienten: Onset, Provokation, Qualität, Region, Severity, Time — alles in einem Block, im PDF als kompakter Schmerz-Fingerabdruck für die Klinikübergabe.
Schmerztherapie wird messbar — der NRS-Score
Vor Analgesie NRS 8, zehn Minuten nach 5 mg Morphin NRS 4, bei Übergabe NRS 3. Mit dem neuen NRS-Score-Feldtyp erfasst ihr den Schmerzverlauf strukturiert mit Slider, Zeitstempel und Bezugspunkt-Notiz. Optional auch mit Wong-Baker-Smileys für Kinder und Patienten mit Sprachbarriere. Im PDF erscheint das als kompakte Verlaufstabelle — die Wirksamkeit der Schmerztherapie ist auf einen Blick belegt.
Leitlinien-konform: der Verbrennungsflächen-Calculator
Statt im Freitext „ca. 30 % verbrannt" zu schreiben, tippt ihr die betroffenen Regionen auf einer in Lund-Browder-Segmente unterteilten Silhouette an. Die App rechnet automatisch — altersabhängig nach Neunerregel oder pädiatrischer Tabelle. Und besonders wichtig: Die präklinische Volumen-Empfehlung folgt exakt der aktuellen S2k-Leitlinie 044-001 (DGV, Version 8.0 vom 15.11.2024). Bei Erwachsenen ab 15 % KOF werden 1000 ml vorgewärmte kristalloide Lösung in 2 h empfohlen, bei Kindern ab 10 % KOF bis 10 ml/kgKG/h. Die Parkland-Formel bleibt als Orientierungswert für die Klinikübergabe verfügbar — klar gekennzeichnet, nicht als präklinische Therapieempfehlung.
Wann's losgeht
Die Implementierung startet schrittweise — Body Map zuerst (am stärksten nachgefragt), danach GCS, Paired Assessment, SAMPLER, OPQRST, NRS-Score, BE-FAST, zuletzt der Verbrennungsflächen-Calculator. Erste produktive Verfügbarkeit ist nach 8–10 Wochen Entwicklungszeit geplant. Wer das vollständige Konzept lesen möchte — 35 Seiten mit App-Mockups, PDF-Beispielen und Quellenangaben — bekommt es auf Anfrage gerne zugeschickt.